Anlagetechnik Metatarsalschuh

Indikationen:

  • Frakturen im Vor- und Mittelfußbereich
  • Diabetisches Vorfußgangrän
  • Lagerungsschiene
  • Physiotherapeutische Zwecke
Anlage: Die Vorbereitung der Materialien sollte eine zügige Anlage des Verbandes unterstützen. Alle benötigten Materialien sollten griffbereit positioniert werden um Verzögerungen im Ablauf zu vermeiden.

Die Lagerung des Patienten wird in einer für den Patienten und Anwender entspannenden Position durchgeführt. Dies kann je nach Ausmaß der Verletzung, der Diagnose , der Behandlungsmethode und des Patientenzustandes variieren.

Benötigtes Material: 1 x 10 cm Binde Delta Cast Conformable Polyester- Stützverband und hydrogel-beschichtete Casthandschuhe, Frotteeschlauchverband, Polstervlies, Kohäsivbinde , Verbandschere, Filzstift.

Bild 1:
Der Frotteeschlauch wird als Unterpolsterung über Fuß und Sprunggelenk gezogen. Als Schneidehilfe wurde zuvor ein schmaler Streifen Polstervlies dorsal untergelegt. Um eine hohe Stabilität im Mittelfußbereich zu erhalten, wird eine dreilagige selbstgefertigte Longuette ( im Fersenbereich 1 lagig), beginnend an den Zehengrundgelenken, plantarseitig angelegt.

Bild 2:
Der Cast wird in zirkulären Touren, zwei bis drei lagig mit Einschluß der Zehen bis oberhalb des Sprunggelenkes gewickelt. Dabei sollte der Cast relativ fest, mit ca. 70% Dehnung gewickelt werden. Dies optimiert die Paßform und den Lagenverbund des Vebandes.

Bild 3:
Der Verband wird vier bis sechs Minuten dem Fußgewölbe anmodelliert. Stellungskorrekturen oder Korrekturen am Cast sind möglich. Durch Längszug am distalen Castende lassen sich evtl. Falten im Cast problemlos glätten.

Bild 4:
Nach der Modellierphase werden mit einem Filzstift die Schnittkonturen angezeichnet und der Verband dorsal, entlang des untergelegten Vliesstreifens, mit einer Verbandschere eröffnet. Ein evtl. zu eng applizierter Verband lockert sich nach Spaltung von alleine ( besondere Eigenschaft von DCC)

Bild 5:
Der Verband wird entfernt und individuell zugeschnitten. Anschließend erfolgt die Paßkontrolle am Patienten.

Bild 6:
Der Cast wird dem Schwellungszustand entsprechend mit einer Kohäsivbinde bis oberhalb des Sprunggelenkes fixiert.

Aufgrund der geringen Lagenstärke im dorsalen Bereich bleibt der Verband semiflexibel und kann somit jedem Schwellungszustand individuell (weiter oder enger) angepaßt werden. Dazu wird die Kohäsivbinde entfernt und der Cast paßgenau verändert. Die Wiederanlage wird wie oben beschrieben durchgeführt.

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Variante:

Kombicast:
Kombination aus Metatarsalschuh und Ankle Brace.
Diese Variante ermöglicht die Plantarflexion und Dorsalflexion des Fußes bei eingeschränkter Supination und Pronation. Bei der Anlage wird der Cast bis ca 15cm oberhalb das OSG gewickelt. Die so entstandene proximale Verlängerung wird wie beim Ankle Brace zurechtgeschnitten.

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